Der Wiederaufbau
Das Haus am Ring war nach einem Bombenangriff am 12. März 1945 fast vollständig niedergebrannt.
Zur feierlichen Eröffnung der wieder aufgebauten Staatsoper am 5. November 1955 wurde Ludwig van Beethovens Oper "Fidelio" unter dem Dirigenten Karl Böhm aufgeführt. Nach dem zweiten Weltkrieg waren es zuerst die Dirigenten-Direktoren Karl Böhm und Herbert von Karajan - letzterer öffnete das Ensemblehaus dem internationalen Sängermarkt, ließ die Opern in Originalsprache einstudieren und richtete seine Pläne auf "Gemeinschaftsproduktionen" mit ausländischen Opernhäusern, die jedoch erst nach seiner Amtszeit verwirklicht wurden.
Oper und Ballett in höchster Qualität wird in diesem Haus geboten. Aus den Mitgliedern des Wiener Staatsopernorchester rekrutieren sich die Wiener Philharmoniker. Geprägt wurde und wird die Oper von ihren Direktoren – und da kann sie auf eine lange Reihe künstlerischer Berühmtheiten verweisen. Gustav Mahler, Karl Böhm und Herbert von Karajan sind herausragende Namen unter den vielen berühmten Direktoren. Nach dem überraschenden Tod von Star-Bariton Eberhard Waechter im März 1992 wurde Ioan Holender Staatsoperndirektor und mit Leitung des Hauses betraut.
Heute hat die Wiener Staatsoper, neben der New Yorker Met und der Mailänder
Skala, Weltruf, und kaum ein Wien-Tourist lässt sich die Gelegenheit entgehen,
eine Aufführung im Haus am Ring erleben zu können.
Natürlich findet hier auch der Ball der Bälle statt: der Wiener Opernball und die Wiener Kaffeehaus Geschichte finden hier mit dem Cafe Oper Wien ihre traditionsreiche Fortsetzung.